Sonntag, 18. März 2012

Zoogeschichten....

Ich kann mich gerade noch so an einen Zoobesuch mit meinen Eltern erinnern... ich war noch recht klein und ich hatte das Gefühl der Zoo bestand aus viel Beton und sehr vielen Menschen...gut, es war ein "Allwetterzoo" und es regnete also konzentrierte sich das wesentliche auf die "Häuser". Irgendwann ging es im Gedränge einen Augenblick nicht weiter, ich stand vor einer Glasscheibe hinter der sich gerade eine Vogelspinne ein lebendiges Küken einverleibte. Klar geschieht das in der freien Wildbahn auch aber es war eben nicht so toll für ein kleines Kind und es war für lange Zeit mein letzter Zoobesuch.

Als ich etwas älter war, war ich mit meinen Eltern in Holland und wir besuchten ein Delfinarium. Ich habe mich sehr gefreut weil ich Delfine und Wale damals schon sehr faszinierend fand. Obwohl ich klein war hatte ich jedoch schon da das Gefühl es läuft etwas verkehrt, so große wunderschöne Tiere, so kleine Becken und diese Kunststückchen... furchtbar.

Als meine großen Kinder noch recht klein waren meinte ich ihnen nun auch mal große, wilde,fremde Tiere zeigen zu müssen, wir fuhren auch in diesen besagten Zoo, einfach weil es der naheliegendste war... und was soll ich sagen... das was mir am meisten in Erinnerung geblieben ist war viel Beton, viele Mauern, viele Menschen...

Vor ein paar Wochen wollte ich es noch einmal probieren, mein kleinster Sohn der mittlerweile 7 ist war noch nie in einem Zoo.. also noch ein Versuch...
spätestens im Affenhaus hätte ich echt so losheulen können... dieser riesige Orang Utan in einem winzigen Käfig hinter einer Glasscheibe... grauselig. Tiger, Giraffen und Co standen wegen des schlechten Wetters einfach nur in winzigen "Käfigen rum... trostlos-
Hühner die ein paar Monate leben sollen Artgerecht gehalten werden und Zootiere die steinalt werden tun dies zwischen Beton und Glasscheiben?

Gestern abend blieb ich beim zappen dann an diese Reportage hängen:


Wenn ihr etwas Zeit habt schaut euch das doch mal an...
und hier in Kurzform zum Lesen:

Zoogeschichten

Es geht um Hospitalismus, Inzucht, Knut und Lebensbedingungen in Zoos.


Mein Fazit? Ich muss nicht alle Tiere in "echt" sehen, wegen mir müssen keine Riesentiere in Badewannen schwimmen oder Zwillingspaare Babies zeugen und Tiger vor Betonwänden finde ich auch wenig imposant... es gibt wunderbare Tierfilme und es gibt wunderbare heimische Tiere und das sollte reichen.
Man kann eben nicht alles haben und man muss nicht Alles aus nächster Nähe erleben...

PS. Um das klar zu stellen, ich mag Tiere sehr aber eben nicht übertrieben. Ich bin kein Vegetarier, Hunde wenn vorhanden schlafen nicht in meinem Bett und ich trage auch keine Frösche über die Straße. Ich erschlage schonmal Mücken und ich mache mir jedes Jahr Gedanken darüber ob diese Laubgebläse Nummer aus dem Baumarkt Spot auch hier funktionieren würde...  ;)  aber ich finde einfach irgendwo gibt es Grenzen!

Edit: Der zweite Link war falsch, also jetzt  wirklich die Kurzform zum Nachlesen!

Kommentare :

  1. mir geht es immer so wenn ich an einem Dolfinarium vorbei komme.Ich wuerde nie dafuer Geld ausgeben um sie leiden zu sehen.
    Aber das muss jeder fuer sich selber entscheiden!!!!

    Sei lieb Gegruesst von Conny

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  2. Na da waren wir wohl in dem gleichen Zoo! Meine Erinnerungen sind die gleichen. Ich bin mit meinen Kindern zwar nicht da hin gefahren, gesehen haben sie das Elend aber dann bei einer Klassenfahrt. Gott sei Dank soll es aber Zoo´s geben die deutlich besser/ artgerechter angelegt sind. So oder so, wir können gut ohne..
    Grüße aus der Nachbarschaft,
    Christiane

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  3. Oh ja, wenn meine Kinder an Zoos denken, denn erzählen beide von den Trampelpfad entlang der Plexiglaswand im Großkatzengehege.

    Es gibt schon Tiere, die im Zoo OK sind -z.B. sind Erdmännchen echt putzig und können genauso begeistern wie die völlig deplazierten Löwen, Elefanten und Großtiere.
    Die sollten echt reduzieren und sich auf die Wesen beschränken, die *einigermaßen* artgerecht gehalten werden können.

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